Speläotherapie ist die Möglichkeit einer ganzheitlichen Behandlung in einer Heil- oder Klimahöhle:
Indikation:
- Asthma
- Bronchitis
- Allergischer und chronischer Schnupfen
- Allergische und chronische Nasennebenhöhlenerkrankungen
- Verschiedene Allergien und Hautkrankheiten
- Fibrosierende Alveolitis
- Pseudokrupp
Wirkweise
Für die therapeutische Wirkung von feuchtkalten Höhlen auf Atemwegserkrankungen lassen sich vor allem zwei Gründe angeben. Hervorzuheben ist einmal die Staub- und Allergenarmut, die sehr wesentlich durch die hohe relative Luftfeuchtigkeit unterstützt wird. In der Luft vorhandene Staub- und Allergenpartikel werden zur schnellen Sedimentation gebracht und bleiben dann an den feuchten Wänden und dem Boden weitgehend gebunden.
Der zweite Grund liegt in der Lufttemperatur von 6,8 °C bei annähernd 100 %-iger relativer Luftfeuchtigkeit, wobei die absolute Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist. Wird die kalte Luft eingeatmet, dann wird sie auf 37 °C aufgewärmt. Durch die Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf ca. 20 %, ist nun trocken wie Wüstenluft und muss zu ihrer Wasserdampfsättigung Wasser aus dem Gewebe ziehen. Bei einem einstündigen Auf-enthalt im Stollen werden rund 22 ml Wasser aus den Atemwegen extrahiert - genug um die geschwollenen Schleimhäute der Atemwege soweit zu dehydratisieren, dass sie für den Luftstrom wieder besser durchgängig werden. Gleichzeitig werden durch den niedrigen Staub- und Allergengehalt der Einatmungsluft keine neuen Reizzustände und allergischen Reaktionen ausgelöst.
Die richtige Atmung ist das Fundament für ein gesundes Leben. Viele Menschen atmen zu "flach", das heisst sie nehmen kurze "Atemzüge", die schnell wieder ausgeatmet werden. Durch flache Atmung wird nur ein Teil des Lungenvolumens genutzt, der Sauerstoffgehalt des Blutes nimmt ab, man wird schneller müde und die Konzentration lässt nach.
Atmen Sie regelmässig tief durch, gerade gegen Winterende, wenn die Frühjahrsmüdigkeit einzusetzen droht, bringt Ihnen die richtige Atmung neue Energie. Räkeln Sie sich ruhig noch ein wenig im Bett nach dem Aufwachen. Wenn Sie sich nach dem Aufstehen dann ordentlich vor dem offenen Fenster gestreckt haben, werden Sie dem neuen Tag gleich viel positiver gegenüberstehen.
Auch beim Morgensport bietet sich die Gelegenheit ganz bewusst und tief zu atmen. Natürlich sollte das Zimmer zuvor gut durchgelüftet werden, oder man ist sowieso an der frischen Luft, im Garten oder auf dem Balkon. Beim Sport ist es besonders wichtig, das Atmen nicht zu "vergessen", gerade wenn man sich besonders anstrengt, neigt man leicht dazu die Luft anzuhalten, das führt schneller zu Muskelkater, und beim Laufen zu Seitenstechen.
Denken Sie auch tagsüber immer wieder daran, tief durchzuatmen, das hilft bei Stress, bei Konzentrationsmangel und fördert ausserdem den Appetit. Ob Sie sitzen oder stehen ist nicht so wichtig, solange Sie Ihren Oberkörper aufrecht und gerade halten.
Atmen Sie durch die Nase ein, auf diesem Wege wird die Atemluft erwärmt, gereinigt und befeuchtet, bevor sie in Ihre Lungen gelangt. Holen Sie ruhig mal "richtig" Luft, wenn Sie gegen Ende eines Atemzugs die Arme anheben und gerade nach oben strecken, gelangt die frische Luft besser den oberen Teil der Lungen.
Stellen Sie sich vor, sie atmen das tiefe,schöne und unendliche Blau des Himmels ein. Halten Sie den Atemzug eine Weile in Ihrem Körper und spüren Sie, wie er Zelle um Zelle erfrischt. Lassen Sie den Atem durch den Mund entweichen und stellen Sie sich dabei vor, er wäre nicht mehr blau sondern golden. Sie werden erstaunt sein welche positiven Kräfte dadurch freigesetzt werden können.











